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DHV-Schau 2017: Lady Gaga – she was born this way!

Zu den Klängen des neuen Hits von Lady Gaga nahm sie die Gratulationen zum Sieg gewohnt souverän entgegen. Lady Gaga, die Modest-Tochter von Henrik Wille und Friedrich Köster aus Essen ist der neue Grand Champion der diesjährigen DHV-Schau in Oldenburg. Unter dem Applaus von 4.500 Zuschauern sicherte sie sich nach 2015 erneut den Titel der schönsten Kuh Deutschlands.

 

Die rotbunten Klassen

Dass er das Publikum für die rotbunten Kühe begeistern kann, hat Preisrichter Stefan Widmer aus der Schweiz bereits in der Vergangenheit mehrfach bewiesen und heute war er in seinem Element.

Den Start machten die jugendlichen und euterstarken Erstkalbskühe, angeführt von der späteren Siegerfärse Lana, einer sehr ausbalancierten Colour P-Tochter von der Saathoff und Andreesen GbR aus Aurich und der Reservesiegerin THD Romad von Ludger Tißen aus Kleve. In der Kategorie jung siegte souverän die extrem komplette und mit einem wunderschönen Euter ausgestattete Ladd P-Tochter FG California von Henrik Wille aus Essen. Ihr folgte die ausbalancierte HMS Kleo (V. Adonis-Red) von Friedrich Gödeker und Hubert Meyer aus Varrel.

Ihr Besitzer Hergen Schröder aus Oldenburg konnte es nicht fassen, dass seine Picolo-Tochter MyRose die sehr starke Konkurrenz bei den alten Kühen hinter sich ließ und den Siegertitel für ihn erkämpfte. Ihre Klasse dominierte die komplette Don Juan-Tochter HaH Darkred noch, bei der Siegerauswahl musste sie sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Die schwarzbunten Klassen

Von Anfang an gefordert, wurde Cord Hormann in seinem Amt als Preisrichter für die schwarzbunten Kühe, aufgrund der Tatsache, dass die Färsenklasse sehr hochklassig besetzt waren.

Ihre Konkurrenz hinter sich ließ die fehlerfreie und mit einem qualitativ hochwertigen Euter ausgestattete Atwood-Tochter Edlitham von Rainer Engelke aus Asendorf, vor der präsenzstarken und extrem korrekten Aftershock-Tochter Indiana von Jörg Seeger aus Bissel.

Mit Leichtigkeit siegte Loh Lilli Brax (V. Braxton) an der Hand von Luke Lohmöller, Emsbüren, in ihrer Klasse und so war der Siegertitel jung nur eine logische Konsequenz. Mit einem Reservesieg musste die milchtypische und sehr korrekte Odyssey-Tochter Princes von Jürgen Hobbie, Wangerland, sich am heutigen Tage zufrieden geben.

Zwei alte Bekannte im Schaugeschäft machten den Sieger- und Reservesiegertitel mittel unter sich aus. Die Rede ist von der Zelgadis-Tochter Hirondelle von Friedrich-Wilhelm Gödiker, Varrel, und SHo Moonrise (V. Bradnick, Besitzer: Wilken Schwarze, Dörverden).

Bevor sich eine Schau dem absoluten Höhepunkt, der Auswahl des Grand Champions, nähert, kommt immer das Highlight der alten Klassen. Kühe mit bis zu acht Abkalbungen suchten ihre Siegerkuh und fanden sie in der über alle Grenzen hinweg bekannten und dem späterem Grand Champion Lady Gaga. Ihr folgte die ebenfalls sehr schauerfahrene und mit viel Ausstrahlung beeindruckende BWH Annika der Züchtergemeinschaft Wille, Bollhorst GbR, Melbaum und Kallaß, Essen, als Reservesiegerin der alten schwarzbunten Kühe.

Nachzuchtpräsentation

Die DHV-Schau ist alle zwei Jahre ein Schaufenster für die deutsche Rinderzucht, denn die Besucher haben die Möglichkeit, sich ein Bild von der Vererbungsstärke einiger ausgewählter, deutscher Vererber zu machen. Mit zwei Nachzuchten, die sich in jedem Stallsystem zurecht finden, präsentierte sich die MASTERRIND auf der diesjährigen DHV-Schau in Oldenburg.
Den Start machte der in aller Munde befindliche Bookem-Sohn Bangard, nicht zuletzt dem Bullenportrait in der aktuellen Ausgabe der Holstein International geschuldet. Er ist die Nr.1 aller deutschen Bookem-Söhne für das Merkmal Exterieur und einer der besten Fitnessvererber dank eines gRZFit von 128. Bangard wurde im MASTERRIND-Gebiet auch im Frischspermaangebot angeboten, sodass mittlerweile eine nicht zu verachtende Töchteranzahl in den Ställen vorhanden ist.

Seine Töchter besitzen, laut Stefan Kallass, Zuchtberater der MASTERRIND, genau die Kraft und Kapazität, die die Milchviehhalter wünschen, aber gleichzeitig besitzen sie dank ihrer tiefen Rippe und der exzellenten das gewisse Etwas. Weitere Stärken sind die sehr korrekten Fundamente und eine sehr klare Knochenstruktur. Sie sind gut in der Bewegung bei paralleler Beinstellung. Bei den präsentierten Töchtern fielen ebenfalls die sehr gut aufgehängten und festen Euter mit enormer Hintereuterhöhe und -breite auf. Ihre Besitzer zeigen eine hohe Zufriedenheit und hier ist es egal, ob sie ein kommerzieller oder eher ein schaubegeisterter Milchviehhalter sind.

Auch ein alter Bekannter ist der G-Force-Sohn Force aus dem niederländischen Zweig der Lou Etta-Familie. Er befindet sich aktuell in den Top-20 nach RZG in Deutschland und zeichnet sich eine sehr sichere und ausgeglichene Vererbung aus. Force-Töchter sind gut mittelrahmig. Bei überdurchschnittlicher Stärke verfügen sie über viel Breite vom Kopf bis zum Schwanz. ihre breiten Becken sind korrekt gelagert. Sie bewegen sich auf sehr korrekten, kräftigen Fundamenten. Herausragend ist die Eutervererbung des Bullen mit fest ansitzenden breiten Eutern, starkem Zentralband und äußerst korrekter Strichplatzierung und Strichlänge.

Der RZRobot von 121 verdeutlicht, dass Force Töchter für das Melken mit allen Melksysteme geeignet sind. Darüber hinaus verfügen sie über eine optimale Kombination von guter Eutergesundheit und optimalem Milchfluss. Force erfreut sich großer Beliebtheit aufgrund seiner guten Befruchtung, seiner alternativen Blutführung und seines soliden Nutzungsdauerzuchtwerts.

Beschicker, Besucher und Veranstalter konnten nach dieser Veranstaltung mit zufriedenen Gesichtern ihren Heimweg antreten.

Den Bericht zum Bundesentscheid der Jungzüchter finden Sie hier.

Hier finden Sie die Prämierungsliste.

 

 

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