MASTERRIND GmbH

11. Feb 2022

43. Fleischrindertage

Ein Erfolg auf ganzer Linie! Fotos und Marktspiegel online

Nachdem sich gestern Deutschlands größtes Deckbullenkontingent in der Verdener Niedersachsenhalle den kritischen Augen der Richter bei der Körung stellte, fieberten alle Beteiligten gespannt auf die Auktion hin. Doch der erste Höhepunkt des Tages war die Verleihung des Titels Mister MASTERRIND 2022. Die Sieger aller Rassen stellten nochmals ihre hervorragende Qualität im Ring unter Beweis, sodass es den Juroren sichtlich schwerfiel, eine Entscheidung zu treffen. In der Halle und zu Hause vor dem Livestream war die Erleichterung deutlich zu spüren als feststand:

Bulle Lord lässt Limousinfreunde lächeln!

Der Limousinzuchtbetrieb Gerd Grimmelmann, Hilgermissen triumphierte gleich bei seiner ersten Beschickung der Fleischrindertage und stellt mit Lord (Kat. Nr. 5) den diesjährigen Mister MASTERRIND, der in perfekter Tagesform glänzte.

Darauf ging es flott weiter im Programm und das Highlight des Tages startete – die Auktion!

Mister MASTERRIND 2022

5.000 €, 10.000 €, 15.000 € – Ein Regen von Höchstgeboten in Verden

Pünktlich um 10.30 Uhr eröffnete Auktionator Torsten Kirstein die Versteigerung. Den Startschuss gab die Rasse Limousin mit 63 Bullen. Mister MASTERRIND, Lord, machte den Anfang. Für 6.500 € ging er an einen Zuchtbetrieb aus Badem-Württemberg. Rasche Gebote sorgten für nie dagewesene Höchstpreise. Es lag ein Zauber in der Luft als der Bulle Magic (Kat. Nr. 20) aus dem Hause Müller, Kirchlinteln zum Spitzenpreis von 15.000 € verkauft wurde. Seine alternative Blutlinie beeindruckte alle Limousinkenner. Auch beim homozygot hornlosen MP Philipp (Kat. Nr. 50) aus dem Zuchtbetrieb Pupkes, Hinte hielten die Zuschauer für kurze Zeit dem Atem an. Er ging für 10.000 € an seinen neuen Besitzer. Die herausragende Qualität des gesamten Limousin-Kontingents sorgte dafür, dass ein noch nie dagewesener Durchschnittpreis von 4.580 € realisiert werden konnte.

Weiter ging es mit der Rasse Blonde d´ Aquitaine. Die hervorragenden Merkmale des Rassesiegers aus der Zuchtstätte Golze, Dassel wurden prompt erkannt und somit wurde GOL Jacob (Kat. Nr. 78) zum Höchstpreis der Rasse für 5.200 € verkauft.

Elke Wessel-Baum, Rinteln freute sich sehr, als die Ausgeglichenheit ihres Piemonteserbullen Samurai (Kat. Nr. 80), der einzige Vertreter seiner Rasse, honoriert wurde und er für 4.000 € den Besitzer wechselte.

Die Salers-Bullen Fredi (Kat. Nr. 81) und Bruno (Kat. Nr. 82), die Bernd Nolte aus Rostorf nach Verden lieferte, fanden beide einen Liebhaber und gingen für durchschnittlich 2.300 € in ein neues Zuhause.

Die Kunden aus dem Baltikum ergriffen die Chance, sich neue Vererber der Rasse Hereford zu sichern. Der Ia-platzierte Format (Kat. Nr. 84), gezogen von Heinrich Rautmann, Lehre, zieht für 2.800 € über die Grenze Deutschlands hinaus.

Bevor das kleine, aber sehr feine Kontingent der Galloways den Ring betrat, fand noch der Welsh Black Bulle Garitt (Kat. Nr. 86) aus der Zuchtstätte Hacke, Uelzen rasch für 3.000 € einen neuen Wirkungskreis.

Kenny vom Kronenhof (Kat. Nr. 91) von Carsten Haase, Dinklage stand nach der gestrigen Körung an der Spitze der Galloways. Sein hervorragender Rassetyp wurde mit dem Höchstpreis 3.400 € ausgezeichnet.

Das Ende der Gruppe der kleineren Rassekontingente stellten die Pinzgauerbullen Wolfgang (Kat. Nr. 94) und Hansi (Kat. Nr. 95) aus der Zucht von Cord-Hermann Brockmann, Soltau dar. Wolfgang wurde Online für 3.100 € von einem Züchter aus Nordrhein-Westfalen ersteigert.

Durch die Vereinigung der Sächsischen Bullenauktion und der niedersächsischen Fleischrindertage konnte erstmalig ein Kontingent von 17 Fleckvieh Fleisch Bullen in Verden angeboten werden. Der homozygot hornlose Siegerbulle Edward (Kat. Nr. 103) des sächsischen Züchters Andreas Marticke aus Frohburg konnte durch seine Harmonie punkten und räumte den Höchstzuschlag der Rasse von 4.400 € ab.

Katalognummer 91, Kenny, Carsten Haase, Dinklage

Katalognummer 103, Edward, Andreas Marticke, Frohburg

MASTERRIND´s weibliche Elite zog das Publikum in ihren Bann!

Darauf folgte der nächste Höhepunkt des Samstags – die Versteigerung weniger exklusiver Elite-Rinder. Exterieur der Extraklasse, Outcross-Pedigrees und überdurchschnittliche Zuchtwerte – Diese Schlagworte zeichnen die aufgetriebenen Rinder der verschiedenen Rassen aus. Käufermagnet war die interessant belegte Charolaisfärse Maira der bekannten Zuchtstätte Beu, Osterholz-Scharmbeck. Flotte Gebote trieben ihren Zuschlagspreis auf 6.500 €. Sie wird zukünftig auf einem Betrieb in Lettland zuhause sein.

Nach einer kurzen Pause und 116 versteigerten Bullen kündigte der Auktionator den Endspurt an. Charolais und Angus standen in den Startlöchern.

Den Topseller der Charolais brachte in diesem Jahr die renommierte Zuchtstätte Klaus Müller, Stelle nach Verden. Mit Ottokar (Kat. Nr. 127) lieferten sie einen homozygot hornlosen Vererber, der auf ganzer Linie überzeugte. Mit 8.500 € wurde diese Zuchtleistung honoriert. CK Jacobi (Kat. Nr. 134), Sieger der Rasse Charolais, vorgestellt vom Zuchtbeitrieb Kastens, Hilgermissen, konnte für 6.200 € einen Kunden aus Brandenburg überzeugen. Ein Durchschnittspreis von 4.411 € bestätigt die Qualität der aufgetriebenen Charolaiskollektion.

Last but not least – Angus. Den krönenden Abschluss stellte am heutigen Auktionstag die Rasse Angus. Für den Höchstpreis von 5.800 € wechselte der schwarze Siegerbulle Christoph (Kat. Nr. 190) der LWK Niedersachsen, Echem den Besitzer und wird ab sofort in Thüringen zuhause sein. Auch die Rasse Angus konnte einen guten Durchschnittspreis von 3.644 € erreichen.

Katalognummer 227, Maira, Marko Beu, Osterholz-Scharmbeck

Katalognummer 190, Christoph, LWK Niedersachsen, Echem

Durchschnittspreis der Auktion erreicht neue Dimension!

Insgesamt können wir auf eine Auktion blicken, wie es sie noch nie gegeben hat. Ein Auftrieb von 204 Verkaufstieren, hervorragende Qualitäten, ein komplett geräumtes Angebot und eine super Stimmung trotz der aktuell geltenden Corona-Beschränkungen in der Niedersachsenhalle! Auch durch die tatkräftige Unterstützung der auswärtigen Kunden aus dem Baltikum, Tschechien und der Schweiz konnte ein bombastischer Durchschnittspreis der gesamten Auktion von 4.023 € erzielt werden.

Wir bedanken uns bei allen Züchtern für die hervorragend vorbereiteten Tiere und bei allen Käufern und Zuschauern, die vor Ort und online maßgeblich dazu beigetragen haben, die 43. Fleischrindertage zu einem vollen Erfolg werden zu lassen!

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