MASTERRIND GmbH

09. Feb 2023

Limousinfärse Lilli lässt Liebhaber-Herzen höherschlagen!

Grandioser Veranstaltungsauftakt mit Verdener Spätlese

Endlich war es wieder soweit! Als man heute Abend die Tür zum Auktionsring der Niedersachsenhalle öffnete, war sie wieder da – die altbekannte Atmosphäre. Der Geruch von frischer Sägespäne, Stimmengewirr von Fachgesprächen über die Fleischrinderzucht und der Klang von anstoßenden Getränkeflaschen ließen in jedem Gast sofort die bekannten Gefühle der Fleischrindertage aufleben. Über 1000 Besucher waren Teil des diesjährigen Züchterabends, im Zuge dessen Auktionator Torsten Kirstein pünktlich um 20 Uhr die Verdener Spätlese mit den so passenden Worten „Ein Dutzend Einzigartigkeiten“ eröffnete. 12 Rinder der Extraklasse, die es allesamt mehr als verdient hatten, Teil der diesjährigen Eliteauktion zu sein, betraten nach und nach das Spotlight der Verdener Veranstaltungsbühne.

Ein wahrer Geboteregen prasselte auf den Topseller des heutigen Abends ein. Die Limousinfärse Lilli von Christian Müller aus Armsen bot die letzte Möglichkeit eine homozygot hornlose Tochter von Mercure 23, dem zweitbesten Limousinvererber der Zuchtwertschätzliste, zu erwerben. Sie ließ das Herz eines Züchter aus Lettland höherschlagen. Dieser behielt schlussendlich die Nerven und sicherte sich Lilli für satte 10.000 €.

Doch auch die Qualität ihre Rassegefährtin MP Elonka wurde am heutigen Abend schnell erkannt. Mit Hilko Pupkes am Halfter präsentierte sie Exterieurstärke par exzellence. Schlussendlich wechselte sie für 5.500 € ebenfalls nach Lettland.

Auch das dritte Limousinrind BHL Olympia von Annette Bünger, Essel stand ihren Vorgängerinnen nichts nach. Ein internationales Pedigree durchzogen von vielen Schauerfolgen lockte viele Gebote hervor, sodass Olympia nach schnellen Bieterduellen für 4.800 € in den Landkreis Diepholz zog.

 Ein Raunen ging durch das Publikum als das beeindruckende Blonde d´ Aquitaine Jungrind BAB Lavendel im Lichtkegel erschien. Ihr korrektes Fundament und ihre Feingliedrigkeit ließen die Auktionshalle aufblühen. Zukünftig wird ihr neuer Besitzer, der sich BAB Lavendel für 7.000 € nicht entgehen ließ, viel Freude mit ihr, sowohl auf der heimischen Weide in der Nähe von Bonn, als auch auf vielen Schauwettbewerben haben.

Ein Jungzüchter aus dem Verdener Umland sicherte sich mit der lackschwarzen Gallowayfärse Unami von Hajo Fritze, Hagen im Bremischen, den nächsten Schausieg. Ihr mit Schauerfolgen gespicktes Pedigree, gepaart mit Typstärke und Körpertiefe ließen am heutigen Abend so manchen Interessenten auf den Tribünen erwachen, sodass sie letztendlich für 3.200 € zugeschlagen wurde.

Die nächste schwarze Schönheit, die Welsh Black Färse Mimi, wurde souverän von der erfolgreichen Jungzüchterin Romy Hacke vorgestellt. Mimi entspringt dem M-Stamm der Familie Hacke, die für beste Fruchtbarkeit und Langlebigkeit steht. Diesen sicheren Zuchtfortschritt ließ sich ein Käufer aus Bienenbüttel nicht entgehen und bewies mit 2.800 € den längsten Atem.

Hervorragend zu beobachten war das perfekte Seitenbild des homozygot hornlosen Fleckvieh Jungrindes Kathleen, als sie langsam mit ihrem Züchter Andreas Marticke die Bühne betrat. Ihre außergewöhnliche Blutführung und ihr enormer Rassetyp wurden mit 4.800 € honoriert. Sie ist ab sofort auf einem Zuchtbetrieb in der Nähe von Bremen zu Hause.

Alle Angusliebhaber hatten heute die Qual der Wahl – rot oder schwarz, das war hier die Frage. Die schicke und interessant vom amerikanischen Besamungsbullen Highdeal tragende Nadina der LWK Niedersachsen, Echem präsentierte den schwarzen Rassetyp. Rot leuchtete die wüchsige Aberdeen Angus Färse Marone vorgestellt von Vienna Gerstenkorn. Ihr hoher Zuchtwert und ihre enorme Ausstrahlung stehen für Zuchtfortschritt in der nächsten Generation.

Beide Zuchtstätten wurden für ihre Mühe mit einem Durchschnittspreis von über 4.000 € belohnt.

Für die Rasse Hereford ging die Fricke GbR mit der knapp 2-jährigen Harmonia an den Start. Hier war der Name Programm. Ein harmonisches Erscheinungsbild, gepaart mit hohen Zuchtwerten, Langlebigkeit und Fruchtbarkeit ließen keine Wünsche offen, sodass sich ein Züchter aus Rheinland-Pfalz sich für 3.500 € diesen Hoffnungsträger gönnte.

Ganz im Zeichen des Schautyps stand heute die hervorragende Kollektion der Charolaisrinder. Die über die Grenzen hinaus bekannten Zuchtbetriebe Annette Arndt und Marko Beu zeigten mit Olabiene und Doria, wie die homozygot hornlosen Schausiegerinnen von Morgen aussehen werden. Olabiene, die mit hervorragender Eigenleistung und besten Bemuskelungseigenschaften zu überzeugen wusste, zog zielsicher einen Züchter aus Lettland in ihren Bann und wechselte für 4.000 € auf seinen Betrieb. Marko Beu´s Doria erschien mit sehr guten täglichen Zunahmen und einem hohen Relativzuchtwert Fleisch mehr als vielversprechend, sodass der Auktionshammer für sie bei 5.600 € fiel. Ihr neuer Besitzer wird hoffentlich an ihren aktuellen „Miss Tarmstedt“ Titel, den sie zusammen mit ihrer einzigartigen Mutter Deela inne hat, anknüpfen können.

Insgesamt erreichte Auktionator Kirstein bei der geselligen Verdener Spätleseauktion ein Rekord-Durchschnittspreis von über 5.000 €, der die Qualität des besonderen Kontingents des Abends hervorragend widerspielte.

Anschließend wurde der rustikale Züchterabend fortgesetzt und immer wieder gerätselt, wer wohl morgen im Zuge von Deutschlands größter Bullenauktion zum Mister MASTERRIND gekürt wird. Es bleibt also spannend!