MASTERRIND GmbH

10. Feb 2023

44. Fleischrindertage

Reihenweise spektakuläre Erfolge!

Marktspiegel & Fotos

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Nach der außerordentlichen Präsentation und Körung von Deutschlands größtem Kontingent an Deckbullen am Freitag, ging es an diesem Samstag in der Niedersachsenhalle, Verden für die Fleischrindzüchter um DEN Titel des Jahres. Wer wird Mister MASTERRIND 2023? Die gestern auserwählten Sieger aller Rassen stellten sich den kritischen Augen von Christian Intemann, Vorsitzender des Niedersächsischen Landvolks Landkreis Rotenburg-Verden e.V. und zeigten sich, wie auch schon am Freitag, von ihrer Schokoladenseite. Die außerordentliche Qualität der Bullen machte es sichtlich nicht einfach, eine Entscheidung zu treffen. Als die Spannung auf ihrem Höhepunkt war und das rythmische Klatschen in der Halle immer lauter wurde, ging Christian Intemann gradewegs auf den weißen Riesen zu und verkündete:

„Mister MASTERRIND 2023 ist der Charolais-Bulle Bonsai!“

Züchter Marko Beu aus Osterholz-Scharmbeck strahlte über beide Ohren, als das hervorragende Erscheinungsbild seines Bullen Bonsai mit diesem Titel ausgezeichnet wurde. Bonsai ist ein Ausnahmebulle wie man ihn nicht alle Tage sieht. Er erreichte nahezu die höchstmöglichen Körnoten und auch seine überdurchschnittliche, beständige Gewichtszunahme ist eindrucksvoll.

Mister MASTERRIND 2023 Bonsai aus dem Betrieb Marko Beu, Osterholz-Scharmbeck

Siegerauswahl Mister MASTERRIND 2023

Qualität zahlt sich aus: Höchstgebote schossen durch die Niedersachsenhalle!

Anschließend ging es ans Eingemachte. Mit lauten Fanfaren und einem „Jawoll“ des Auktionators Torsten Kirstein wurde die diesjährige Deckbullen Auktion der 44. Fleischrindertage eröffnet! Im Ring: Mister MASTERRIND Charolais-Bulle Bonsai welcher in wenigen Momenten der erste der 201 Deckbullen unter dem Hammer sein wird.

Die Glocke läutete nahezu ununterbrochen und signalisierte damit, dass online bereits reihenweise geboten wird. Dann ging es auch vor Ort für Bonsai Schlag auf Schlag. Satte 12.000 € bot eine Käuferin aus Lettland und ist somit die erste glückliche Besitzerin eines neuen Vererbers des Tages.

Auch das weitere Kontingent der Charolais kam flott unter den Hammer. Direkt der zweite Bulle und Reservesieger unter den Charolais, Katalognummer 28 „Olymp“ aus der Zuchtstätte Hülsmann, triumphierte mit dem zweithöchsten Gebot: 7.000 €.

Danach betraten wahre Muskelpakete den Ring! Als Rassesieger machte der Blonde d’Aquitaine-Bulle Michel (No. 63) aus der Zuchtstätte Golze, Dassel den Anfang. Er wurde als zweitteuerster Bulle der Rasse an einen Züchter aus dem Norden Deutschlands verkauft. Der teuerste Bulle der Rasse, Belami (No. 61), kam schon mit einem Applaus in den Ring. Auch er stammt aus der Zucht von Golze und wechselte für 5.800 € an einen Besitzer aus Tschechien.

„Flauschig“ war das Stichwort des nächsten Rasseblocks! Nicht nur die Galloway Züchter waren begeistert vom Anblick der hervorragenden Bullen, sondern auch einige Kinder tummelten sich ganz vorn an der Bande und hatten große, leuchtende Augen. Der schwarze Beethoven-Sohn Brahms (No. 73) aus der Zucht von Carsten Haase, Dinklage trat als erster der Galloways in den Ring. Er wurde als zweitteuerster Bulle der Rasse für einen Onlinebieter zugeschlagen. Einen Kaufpreis von 3.400 € erzielten gleich zwei Bullen: Drago vom Betrieb Hajo Fritze, Hagen und Samuel aus der Zuchtstätte Büttemeyer, Espelkamp.

Der Ia-platzierte Carlson (No.79) aus der gezogen von Carsten Rust, Bad Fallingbostel ging bei den Hereford-Bullen voran und wechselte als teuerster Bulle der Rasse prompt für 2.400 € den Besitzer.

Zwei Vertreter der Rasse Salers, Vulkan und Onno, präsentiert von der Zuchtstätte Nolte, Rosdorf bereicherten die 44. Fleischrindertage und fanden für 2.400 € und 2.300 € einen Liebhaber im Publikum.

Der Welsh Black Bulle Anton ging als einziger Deckbulle der Rasse an den Start und fand ebenfalls prompt einen Käufer.

Darauf folgte wieder eine größere Gruppe und zwar Fleckvieh Fleisch. Rassesieger Pronto (No.103) fand genauso schnell, wie sein Name erahnen lässt, einen Käufer. Sein imposantes Erscheinungsbild sorgten für einen Zuschlagspreis von 4.200 €. Der zweitteuerste Bulle kommt ebenfalls aus der Zucht von Falk Lohman, Radeburg.

Auch bei den Angus-Bullen ging es heiß her! Rassesieger Orban konnte einen sagenhaften Preis von 6.200 € erzielen. Aber nicht nur diesen Bullen konnte die Zuchtstätte Riekenberg, Burgwedel sehr erfolgreich verkaufen, sondern auch den teuersten Bullen unter der Rasse, Ia Bulle Darius, welcher für 6.800 € den Zuschlag bekam. Die Zuchtstätte Walter Heymann freute sich darüber, das drittteuerste Tier für 5.400 € versteigert zu haben.

Katalognummer 103, Pronto, Falk Lohman, Radeburg

Katalognummer 149, Orban, Riekenberg, Burgwedel

Höchstpreis von 13.000 € brachte das Publikum zum Staunen

Zum Schluss wurde es noch einmal richtig spannend! Limousin Liebhaber tummelten sich zahlreich auf den Tribünen der Niedersachsenhalle und hielten ihre Bieternummern bereit. Rassesieger Cisko machte den Einstieg und wurde für einen guten Preis von 5.200 € versteigert. Und dann passierte das Sensationelle! Die Gebote flogen dem Auktionator Torsten Kirstein nur so aus dem Publikum zu, denn im Ring stand Liberty, ein Lexus-Sohn der Isebauern GmbH aus Wahrenholz, welcher mit seiner irischen Blutlinie neue Genetik in die Zucht einer Zuchtgemeinschaft aus dem Landkreis Diepholz bringen wird. Unglaubliche 13.000 € wurden für diesen Prachtbullen investiert. Danach ging es flott weiter, denn einige interessante homozygot hornlos Vererber ließen die Herzen von so einigen Limousin-Züchtern höherschlagen. Gebote von 6.000 € und mehr wurden immer wieder spielend erreicht. Der zweitteuerste Deckbulle Hirony (No. 224) aus der Zucht von Frank Scheffer, Messingen fand für 7.500 € einen neuen Besitzer und auch der drittteuerste Bulle Axel (No. 166) konnte von der Zuchtstätte Pupkes, Hinte an einen Bieter für 7.300 € verkauft werden.

Katalognummer 170, Liberty, IseBauern GmbH, Wahrenholz

Insgesamt können wir auf eine absolut tolle Veranstaltung blicken. Das sehr engagierte Käuferpublikum belohnte die züchterische Arbeit der Beschicker mit ihren Geboten und brachten die Auktion flott voran. Das Konzept, des großen Auftriebs von über 200 Bullen ging, wie auch schon im Jahr zuvor auf, was auch die Verkaufsquote von 99% bestätigt. Auch die Top-Gebote des Tages für gleich zwei der Hauptrasseblöcke zeigen die identisch gute Qualität sowohl bei den Charolais- als auch bei den Limousin-Bullen.

Herzlichen Dank an alle Züchter, für die bestens vorbereiteten Tiere und an alle Käufer und Zuschauer, die online und vor Ort dafür gesorgt haben, die 44. Fleischrindertage auch in diesem Jahr wieder zu einer herausragenden Veranstaltung gemacht haben.

Downloads:

Körliste mit Zuschlagspreisen

Marktspiegel 44. Fleischrindertage

Rasse Verkauft Angeboten ∅ Preis Min-Preis Max-Preis
Rasse Verkauft Angeboten ∅ Preis Min-Preis Max-Preis
Charolais 49 49 4.114 € 2.000 € 12.000 €
Limousin 64 64 4.313 € 2.000 € 13.000 €
Blonde d'Aquitaine 12 12 3.392 € 2.300 € 5.800 €
Salers 2 2 2.350 € 2.300 € 2.400 €
Angus 42 42 3.610 € 2.000 € 6.800 €
Hereford 2 4 2.300 € 2.200 € 2.400 €
Welsh Black 1 1 2.200 € 2.200 € 2.200 €
Galloway 6 6 2.667 € 1.900 € 3.400 €
Fleckvieh Fleisch 21 21 2.805 € 2.100 € 4.200 €
∅ über alle Rassen 199 201 3.800 € 1.900 € 13.000 €